05.11.11 Der Berg Tabor, Nazareth und das Abschlusskonzert

Nach einer kurzen Nacht – die Verlobung von Corinna und Sebastian musste ausgiebig gefeiert werden – fiel einigen schwer morgens in die Gänge zu kommen.
Um 8.30 Uhr ging es dann los in Richtung Berg Tabor. Mit Taxibussen fuhren wir auf die Spitze des Berges. Der Berg wird im Alten Testament oft erwähnt und gilt auch als Berg der Verklärung Christi.

Jesus bestieg mit drei Jüngern (Petrus, Jakobus und Johannes) den Tabor, der Himmel tat sich auf und eine Stimme sprach: „ Dies ist mein geliebter Sohn, an ihm habe ich gefallen gefunden, ihn sollt ihr hören!“

Von der Aussichtsplattform aus hatten wir eine wunderbare Aussicht auf die fruchtbare Gegend und auf die Neustadt von Nazareth. Pfarrer Becker erläuterte dass schon seit jeher auf den höchsten Punkten der Welt heilige Stätten errichtet wurden, weil Gott dort wohnt wo Himmel und Erde sich berühren. Bildhaft kann man sich vorstellen, dass die Besteigung eines Berges stets mit Anstrengung verbunden ist und dies auch auf den Glauben und das Leben übertragen werden kann.

Anschließend feierten wir in der Grotte der Verklärungskirche Eucharistie und dachten dabei besonders an die „Daheimgebliebenen“.

Auf dem Weg nach Nazareth machten wir zur Mittagszeit ein kurzes Picknick und verzehrten die von den Schwestern unserer Unterkunft zubereiteten Lunchpakete. Erste Station in Nazareth war die Verkündigungskirche, gebaut über dem Haus in dem Maria gelebt hat und Jesus aufgewachsen ist. Ein treffender Ort für den letzten Programmpunkt unserer Reise, den so spannte sich auch der Bogen zum Anfang, dem Besuch der Geburtsstätte und nun zur Heimat während seiner Jugendjahre. Die dreistöckige Kirche ist sehr schön gestaltet. Im Untergeschoss befindet sich die erhaltene Hausruine mitten in der Kirche – quasi als Altar -, im zweiten Stock ist ein großer Kirchenraum für größere Gottesdienste. Die Hofwände sind mit vielen verschiedenen Mariendarstellungen aus allen Ländern der Welt gestaltet.

Den abschliessenden Höhepunkt unserer Reise stellte das Konzert am Abend in der Salvatorian School dar. Nach einigen Einführenden Worten durch Schwester Klara, die uns über die Schule und den Verwendungszweck des Benefizkonzertes informierte, bereiteten wir uns auf den Auftritt vor.
Dieses Konzert wir uns sicherlich noch sehr lange in Erinnerung bleiben, denn auch wenn der Dirigent eigens mit dem Taxi anreiste und teilweise der vermutliche Magen-Darm-Virus noch einen Musiker auf der Bühne erwischte, gelang es uns mit Hilfe der charmanten Ansagerin Cecilia, welche die Moderation von Sven ins arabische übersetzte, ein tolles Konzert zu geben, welches im Anschluss mit Standing Ovations gefeiert wurde. Und dies alles wieder an einem so besonderen Ort. Auch die vielen Bildanfragen im Anschluss und die Übergabe eines wunderschönen Zinntellers als Erinnerung waren eine tolle Belohnung für die Anstrengung.

Zum Abschluss dieser Reise ließen wir den Abend und diese großartigen und eindrucksvollen Tage bei einem landestypischen Abendessen in einem kleinen Restaurant in Nazareth ausklingen. Auch wenn die Fahrt dorthin normalerweise nur fünf Minuten dauert, war diese nocheinmal ein großes Abenteuer, denn ob des anstehenden muslimischen Feiertages waren die Straßen voll von feiernden Menschen, sodass wir erst nach einer Stunde ankamen.

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